Zwischen festlichem Leuchten und grellem Blenden, zwischen Staunen und Erstarrung, Wundern und Verwundung – in dieses kontrastreiche Spannungsverhältnis tritt das Programm von »Nativité«: Im Zentrum stehen Francis Poulencs Weih- nachtsmotetten, die andächtig von wundersamen Mysterien und jauchzenden Engelschören erzählen. Konfrontiert werden sie mit der Kammerkantate »Un soir de neige« – einer Vertonung der Verse der Résistance-Ikone Paul Éluard aus dem Kriegswinter 1944. Die symbolistischen Bilder von verwundeten Wäldern und brennender Kälte zeichnen ein schroffes Gegenbild zum großen Leuchten der Weihnachtsmotetten. Ja, es sind bitterkalte Zeiten – darüber kann kein Licht der Welt hinweg blenden – und dennoch begibt es sich wieder und wieder, dass mitten im kalten Winter auf einmal ein Ros‘ entspringt.

Konzert  

So, 15.12.2019, 20 Uhr

St.-Matthäus-Kirche, Kulturforum

Matthäikirchplatz, 10785 Berlin

 

Mitwirkende

Cantus Domus (Chor), Ralf Sochaczewsky (Musikalische Leitung), Anastasiia Sidorkina (Orgel)

 

 

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